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Titelbild - Bürger
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Auszug - Endausbau der Straße "Vor dem Kirschberg"  

öffentliche Sitzung des Ortsrates Groß Düngen
TOP: Ö 4
Gremium: Ortsrat Groß Düngen Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 06.03.2014 Status: öffentlich
Zeit: 19:00 - 20:10 Anlass: Sitzung
Raum: Bock's Gasthof
Ort: Groß Düngen
 
Wortprotokoll

Herr Busche führte zunächst in die Thematik ein. In diesem Zusammenhang erklärte er, dass bereits im Jahr 2005 mit den Planungen für das Neubaugebiet „Vor dem Kirschberg“ begonnen wurde. Hierbei ging er auch darauf ein, dass damals auf Initiative der Anlieger (Bergstraße/Tannenhof) und des Ortsrates das Baugebiet vergrößert und eine Anbindung an die B 234 geschaffen wurde. Er zeigte sich erfreut, dass trotz widriger Umstände wie Wegfall der Eigenheimzulage und Wirtschaftskrise es gelungen sei,  41 von insgesamt 42 Bauplätzen zu veräußern.

 

Im Anschluss erläuterte Herr Ringe-Krause den geplanten Endausbau. Er beschrieb in diesem Zusammenhang, dass die Straße mit braunen Rechteckpflaster in Fischgraetmuster hergestellt werden solle. Die beiden Einmündungsbereiche werden davon abgesetzt und in einem Beigeton gepflastert. Hinsichtlich des Straßenaufbaus ist damit zu rechnen, dass durch Ausgleichsschotter, einem Split-Sandgemisch und den Pflastersteinen selber die Straße noch um ca. 20 -25 cm erhöht werde.

 

Weiter ging er darauf ein, dass aufgrund von Bebauungsplanfestsetzungen insgesamt 22 Baumstandorte straßenbegleitend vorgesehen seien. Sowohl die Baumstandorte als auch die zusätzlichen Parkflächen würden aus Gründen der Verkehrsberuhigung verschwenkt angeordnet. Dies entspreche auch der gewünschten Konzeption die Straße als sogenannte Spielstraße auszubauen.

 

Es sei beabsichtigt Mitte bis Ende April mit den Bauarbeiten zu beginnen. Bis Ende August sollen die Arbeiten abgeschlossen werden, wobei die Bepflanzung erst im Herbst erfolgen könne.

 

Auf Anfrage von Herrn Busche erklärte Herr Ringe-Krause, dass die Grundstückseigentümer selber dafür Sorge zu tragen haben, dass kein Oberflächenwasser auf die Straße fließe. Dies geschehe in aller Regel durch sogenannte Aco-Drainrinnen, die das Oberflächenwasser in die Kanalisation ableiten. Im Übrigen sei dies auch in der Entwässerungssatzung der Stadt Bad Salzdetfurth so geregelt.

 

Bezüglich der Einmündung der Straße „Vor dem Kirschberg“ auf die „Bergstraße“ sei nach Auffassung der Verwaltung an der bisherigen Lösung, die sich bewährt habe, festzuhalten und kein Kraftfahrzeugverkehr von der „Bergstraße“ in das Neubaugebiet zuzulassen. Allein schon weil das Neubaugebiet verkehrsberuhigt als Spielstraße ausgebaut werden solle, schlage er vor, diesen Bereich durch versenkbare Poller abzusperren. Aus seiner Sicht sei es vor dem Hintergrund, dass sich hier eine Vielzahl junger Familien mit Kleinkindern angesiedelt haben, nicht zu verantworten, den Durchgangsverkehr von der „Bergstraße und der Gaststätte „Waldfrieden“ in das Neubaugebiet hinein zu ziehen.

 

Anschließend unterbrach Herr Busche die Sitzung für eine Bürgerfragestunde. Innerhalb der Bürgerfragestunde gab es eine Vielzahl von Meinungsäußerungen, die für ein Beibehalten der Sperrung plädierten, eben weil Sie eine Gefährdung der Fußgänger und Kinder in diesem Bereich befürchten. Ein Anlieger dagegen sprach sich für eine Öffnung aus, um hier keine weitere „Ghettobildung“ zuzulassen.

 

Im Anschluss erklärte Herr Busche, dass aus seiner Sicht die Straße aus einer Vielzahl an Gründen zu öffnen sei. Zum einen hat der Bebauungsplan von Anfang an den Eindruck vermittelt, dass das Baugebiet an die Bergstraße verkehrlich angeschlossen werden solle. Dies wurde die ganzen Jahren vom Ortsrat so auch kommuniziert. Die betroffenen Anlieger im Neubaugebiet haben von Anfang an wissen müssen, dass die Straße geöffnet werde, da es im Bebauungsplan so dargestellt wäre. Ebenso verweise die Verwaltung ja auch auf den Bebauungsplan, wenn es beispielsweise um die Anpflanzungen am Lärmschutzwall gehe.

 

Darüber hinaus sehe er es auch so, dass durch eine Öffnung das Baugebiet weniger abgeschnitten sei und besser in den Ort integriert werde. Weiter führte Herr Busche an, dass irgendwelche Verbote und/oder Einbahnstraßenregelungen, wie beispielsweise in Bad Salzdetfurth für suboptimal halte.

 

Herr Germer ergänzte, dass auch andere Straßen in Groß Düngen damit leben müssten, dass diese als Durchgangsstraße genutzt werden. Es gebe nun mal kein Anrecht darauf den Durchgangsverkehr auszuschließen.

 

Schließlich empfahl der Ortsrat mit 5 Ja-Stimmen und einer Enthaltung das Neubaugebiet für den Durchgangsverkehr zur Straße Bergstraße in beide Richtungen zu öffnen.