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Blick auf die historische Altstadt von Bad Salzdetfurth, durchzogen von der Lamme
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Aktuelle Pressemitteilungen

23.12.2021
Weihnachten und der Jahreswechsel stehen bevor

Grußwort von Bürgermeister Björn Gryschka

Mit Riesenschritten neigt sich das Jahr 2021 seinem Ende zu und die Tage um Weihnachten und den Jahreswechsel laden dazu sein, Rückschau zu halten. Was war gut in diesem Jahr, das mit zahlreichen Herausforderungen daherkam? Was haben Stadtrat, Stadtverwaltung, und Stadtgesellschaft gemeinsam geschafft und was ist vielleicht offen geblieben?

Nach wie vor stellte auch in den vergangenen Monaten das Corona-Virus unser Leben völlig auf den Kopf. Noch immer bestimmen Hygieneregeln, Maske tragen und Abstand halten unseren Alltag. Inzwischen sind viele Bürgerinnen und Bürger geimpft und im Sommer schien es, als hätten wir die größten Einschränkungen überwunden. Doch die aktuelle, nunmehr vierte und bisher höchste Welle in der Pandemie macht wohl allen klar, dass uns das Virus auch weiterhin in Atem halten wird. Dabei gilt es weiterhin, sich bestmöglich zu schützen. Daher geht meine Bitte an alle, die noch nicht immunisiert sind: Lassen Sie sich impfen! Sie schützen sich und andere, denn die aktuellen Erkenntnisse machen deutlich, dass die Krankheitsverläufe der Geimpften deutlich schwächer verlaufen. Gerade wir in der Gesundheitsstadt Bad Salzdetfurth müssen an die überlasteten Pflegekräfte und Ärzte denken, denen diejenigen, die eine Impfung verweigern, das Leben sehr leichtfertig schwer machen – und möglicherweise schnell persönlich auf deren Wissen und Arbeit angewiesen sind.

Trotz aller Einschränkungen der Corona-Pandemie konnten in Bad Salzdetfurth in den vergangenen Monaten zahlreiche Projekte fertiggestellt werden.

So lädt der neue Marktplatz mit Lammetreppe zum Verweilen ein und hat sich während der Sommermonate bereits zum „Wohnzimmer“ der Stadt entwickelt. Gäste und Einwohner*innen genießen gleichermaßen die besondere Atmosphäre und nutzen Gastronomie und Handel zum Bummeln und Einkehren. Seit wenigen Wochen bieten gleich vier neue Geschäftslokale ihre Waren und Dienstleistungen in der Altstadt an – eine schöne Entwicklung, die die Bedeutung des Impulses zeigt, den die Stadt mit dem neuen Marktplatz gesetzt hat.

Weiteres Highlight ist das Bergbau- und Salzmuseum in der Saline. Nach langen Monaten der Schließung am alten Standort konnte im Juni 2021 das neue Museum endlich an den Start gehen. Dank der unermüdlichen ehrenamtlichen Arbeit des Bad Salzdetfurther Geschichtsvereins ist dort in Kooperation mit der Universität Hildesheim eine moderne und sehenswerte Ausstattung geschaffen worden. Besonderes Augenmerk wurde bei der Gestaltung auf Kinder und Jugendliche gelegt, für die das Museum künftig auch außerschulischer Lernort ist. Die besondere Kinderfreundlichkeit wurde sogar von der bekannten Fernsehsendung „Sendung mit der Maus“ geprüft und bescheinigt.

Verbindendes Element der touristischen Highlights und Einkaufsmöglichkeiten, von Kliniken, Arbeitsplätzen und Wohngebieten ist seit Oktober der neue „Salze-Bus“, der auf Anruf insgesamt 22 Haltestellen zwischen Detfurth, Maiental und Wehrstedt miteinander und mit dem Bahnhof Bad Salzdetfurth verknüpft. Probieren Sie ihn aus – kostenlose Mitfahrt, wenn Sie bereits ein gültiges Nahverkehrsticket haben!

Im September 2021 wurden Stadtrat und Ortsräte in Bad Salzdetfurth neu gewählt. Gemeinsam mit der Wahl des Landrates und Kreistages stellte die Wahl eine logistische Herausforderung dar. Bis in die späten Nachtstunden galt es, die Stimmen auszuzählen und die Ergebnisse festzuhalten. Ein herzliches Dankeschön geht an die freiwilligen Wahlhelfer*innen, die sowohl für die Kommunalwahl als auch für die zwei Wochen später stattfindende Bundestagswahl ihre Zeit und Arbeitskraft für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellt haben. Auch den Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung, die für die ordnungsgemäße Abwicklung gesorgt haben, gilt mein herzlicher Dank.

Die neugewählten Mitglieder von Stadt- und Ortsräten sind seit November im Amt. In den politischen Gremien hat ein großer Generationenwechsel stattgefunden. Allein im Stadtrat sind fast zwei Drittel neue Mitglieder vertreten. Es ist längst keine Selbstverständlichkeit, dass sich so viele engagierte Menschen finden, die sich künftig für das Gemeinwohl in unserer Stadt einsetzen. Ich freue mich auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit allen Mandatsträgerinnen und -trägern.

Die Zukunft stellt uns alle vor große Herausforderungen. Die Corona-Pandemie reduziert auch für die Stadt Bad Salzdetfurth die Steuereinnahmen erheblich. Gleichzeitig gilt es, große Baumaßnahmen zu bewältigen. Die Grundschule Groß Düngen, das Dorfzentrum in Breinum und zahlreiche Feuerwehrhäuser seien hier nur als einige Beispiele genannt. Weiterhin müssen Bildungseinrichtungen aufgrund des gestiegenen Betreuungsbedarfes für die Zukunft ertüchtigt werden. Insgesamt besteht ein hoher Investitionsbedarf. Wie dies generationengerecht umgesetzt werden kann, muss im neuen Stadtrat diskutiert und entschieden werden.

Für die Folgen der Corona-Pandemie wurde vom Land Niedersachsen ein millionenschweres Förderprogramm für Innenstädte aufgelegt. Bad Salzdetfurth wurde in dieses Programm aufgenommen und kann nun Projekte umsetzen, um die negativen Auswirkungen zumindest ein wenig auszugleichen. Angedacht sind die Sanierung einer öffentlichen Toilette sowie die Neugestaltung des Bürgerparks samt Zuwegung von der Altstadt.

Weitere Förderprojekte wie zum Beispiel der Ausbau des touristischen Radwegs an der Innerste befinden sich in der Abwicklung. Auch künftig setzt die Stadt Bad Salzdetfurth auf die Inanspruchnahme von Fördermitteln. Aufgrund zunehmend knapper Kassen scheint dies der einzige Weg, um zukunftsweisende Projekte umzusetzen.

Gerade geht das Jubiläumsjahr „100 Jahre BAD“ dem Ende zu. Dieses besondere Datum wurde gemeinsam mit dem Kurbetrieb und Gästen aus den Partnerstädten in kleinem Rahmen gefeiert. Auch hier hat die Corona-Pandemie einen Strich durch die Planung gemacht, denn eigentlich war ein größeres Fest vorgesehen. Ein ähnliches Schicksal hat auch andere beliebte Veranstaltungen, wie zum Beispiel das Altstadtfest, Spektakel im Kurpark und LichtART, getroffen. Schön, dass zumindest einige kleinere Veranstaltungen durchgeführt werden konnten. Bei den Freitagabend-Konzerten des KVV und bei den Kurkonzerten war zu spüren, dass sich die Menschen nach Aktivitäten, Gemeinschaft und Kontakt sehnen. Die Region Hildesheim hat mit den von vielen Kommunen gemeinsam getragenen „Kulturerlebnistagen“ ebenfalls für Auftrittsmöglichkeiten für Kulturschaffende gesorgt und in Bad Salzdetfurth ein buntes Programm auf die Bühne gebracht. Anlässlich des Jubiläums wurde außerdem der kostenlose Altstadtshuttle zwischen Solebad und Kulturbahnhof angeboten – ein Angebot, das für Entlastung der Innenstadt und einen touristischen Mehrwert sorgt und das hoffentlich mit dem neuen Betreiber der Lammetalbahn, der „Start Niedersachsen Mitte GmbH“ in 2022 fortgesetzt werden kann.

Aktivitäten an der frischen Luft finden insgesamt in Coronazeiten wieder mehr Zuspruch. Da Bad Salzdetfurth für die Outdoor-Fans eine Menge zu bieten hat, haben viele Menschen aus der Region die Kurstadt als lohnendes Ziel für sich entdeckt. Der Bike- und Outdoorpark mit dem Flowtrail zieht inzwischen Gäste aus ganz Norddeutschland an. Gut, dass sich für das angrenzende Areal ein Investor gefunden hat, der rund um das Thema Outdoor und Radfahren professionelle Angebote entwickeln und etablieren will. Eine weitere Investorengruppe plant den Bau von besonders spektakulären Unterkunftsmöglichkeit in Sichtweite des Bike- und Outdoorparks. Beide Projekte sind wegweisende Meilensteine für die Stadtentwicklung.

Auch Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer haben Bad Salzdetfurth als Ziel für einen Tagesausflug für sich entdeckt und kommen regelmäßig hierher. Ein Bummel durch den Kurpark und die Altstadt gehört oft dazu und die Gastronomie trägt das ihre für einen gelungenen Aufenthalt bei. Insgesamt profitiert Bad Salzdetfurth von der Zunahme des regionalen Tourismus. Besonders bitter ist daher die Schließung des relexa-Hotels. Denn die Möglichkeiten für eine Übernachtung und damit den Aufenthalt für mehrere Tage ist damit sehr eingeschränkt. Umso froher bin ich, dass mit dem Hotel Kronprinz ein Übernachtungsbetrieb mit sehr guter Qualität im Herzen unserer Stadt dieses Feld weiter bespielt. Ein Leerstand in der Größenordnung des relexa-Hotels ist für das Stadtbild allerdings schädlich. Es ist zu hoffen, dass sich Investoren vom Gesamtkonzept und dem Weg der Kurstadt überzeugen lassen und der Hotelstandort wiederbelebt werden kann. 

Ein Jahresrückblick und Grußwort wären unvollständig ohne den Dank an die engagierten Menschen unserer Stadt. Auch in diesem Jahr haben sich viele Ehrenamtliche für das Gemeinwohl stark gemacht, zum Beispiel bei den Impfaktionen, den Wahlen, bei der Durchführung von Veranstaltungen oder bei der Einrichtung des neuen Museums. Ohne diese Menschen, die ihre Zeit und Arbeit für die Gemeinschaft einbringen, geht es nicht. Jeder und jede, in Vereinen und Verbänden, in den Kirchen, in Feuerwehren, als Mandatsträger oder als Privatperson trägt seinen Teil zu einer lebendigen Stadtgesellschaft bei. Sie alle sorgen dafür, dass unsere Stadt lebens- und liebenswert ist und bleibt. Hierfür gebührt Ihnen Dank und Anerkennung.

Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern, den Gästen unserer Stadt und unseren Freunden in den Partnerstädten Europas ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.  Bleiben Sie gesund!

Björn Gryschka

Bürgermeister

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